Wir bei Nuri glauben, dass jeder Zugang zu Wissen haben sollte, das Erfolg verspricht. Unser Leitfaden zur Besteuerung von Kryptowährungen ist ein Teil davon.


Kryptowährung & Steuern


Eine der Schlüsselideen hinter Bitcoin ist die Idee der Dezentralisierung. Das bedeutet, dass das Netzwerk der Benutzer entscheidet und nicht zentralisierte Institutionen wie Mainstream-Banken oder Regierungen.


Einige Nutzer von Kryptowährungen finden, eine Kryptowährung und die Steuer wären, wegen der dezentralen Natur von Krypto, ein Gegensatzpaar. Andere finden es schwer, das Konzept von Steuerzahlungen auf Bitcoin anzuwenden. Nichtsdestotrotz – sie fallen an. Zum Beispiel beim Traden, Tauschen, Minen, Konvertieren in andere Währungen (inklusive Fiat-Währungen), Air Drops, ICOs oder beim Erhalt von Zahlungen in Kryptowährungen. 


Bevor wir aber weiter ins Detail einsteigen, zunächst ein kleiner Disclaimer: Kryptowährungen sind noch eine junge Technologie und es gibt noch keinen einheitlichen Ansatz für ihre Regulierung. Deswegen werden wir uns im Folgenden auf eine Auswahl an nationalen Bitcoin-Besteuerungsansätzen konzentrieren: nämlich die der Europäischen Union, von Deutschland und der Vereinigten Staaten.


Kryptowährung & Steuern: Europäische Union


Kryptowährungen werden in der EU besteuert. Bei Tausch oder Verkauf von Krypto-Assets entstehen Kapitalgewinne oder -verluste. Diese Gewinne können steuerpflichtig sein.


Im Jahr 2015 stellte der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) fest, dass Bitcoin zwar kein gesetzliches Zahlungsmittel ist, aber als Tauschmittel angesehen und als Zahlungsmittel verwendet werden kann. Die EU-Mehrwertsteuerrichtlinie legt fest, dass die Lieferung von Waren und Dienstleistungen in einem EU-Mitgliedstaat der Mehrwertsteuer unterliegt. Transaktionen, also auch das Traden mit Bitcoin, sind jedoch aufgrund der Verwendung von Bitcoin als Zahlungsmittel von der Mehrwertsteuer befreit.


Kryptowährung & Steuern: Deutschland


Das Bundesfinanzministerium hat das Urteil des EuGH dahingehend erweitert, dass der Tausch von Bitcoin in Fiatgeld von der Umsatzsteuer befreit ist. Außerdem ist auch das Erhalten von Bitcoin als Zahlung umsatzsteuerbefreit, weil Bitcoin in diesem Fall einfach als Alternative zu Fiat-Geld dient.


Kauf, Verkauf und Verwendung von Bitcoin als Zahlungsmittel können allerdings auch als „Verkäufe“ angesehen werden. Und die werden in Deutschland als einkommenssteuerpflichtige Spekulationsgeschäfte angesehen. So müssen Bitcoin-Miner auf ihre Mining-Gewinne Einkommensteuer und Gewerbesteuer zahlen. Eine Ausnahme ergibt sich nur, wenn sie ihre Kryptowährung länger als ein Jahr halten. In diesem Fall ist jeglicher Gewinn (oder Verlust) nicht steuerpflichtig.


Laut Bundesfinanzministerium ist Bitcoin-Mining auch von der Umsatzsteuer befreit. Das liegt daran, dass es sich nicht um eine traditionelle Dienstleistung handelt, da es keinen identifizierbaren Zahlungsempfänger gibt. Die Umsatzsteuerbefreiung für das Mining liegt daran, dass die Summe der Transaktionsgebühren für eine Bitcoin-Zahlung freiwillig festgelegt wird und nicht direkt mit einer bestimmten Mining-Dienstleistung verknüpft werden kann.


Kryptowährung & Steuern: Vereinigte Staaten


Laut dem U.S. Internal Revenue Service (IRS) sollten Kryptowährungen als Eigentum behandelt werden. Krypto unterliegt in den USA also der gleichen Steuer wie jede andere Art von Eigentum (zum Beispiel Aktien und Anleihen).


Der IRS klassifiziert Bitcoin als eine „konvertierbare“ Kryptowährung, da sie zwar online gegen andere Währungen gehandelt, aber auch in Fiat-Währung umgewandelt werden kann. In den USA werden Verkauf, Tausch und Verwendung von Bitcoin sowie anderen „konvertierbaren“ Kryptowährungen als steuerpflichtig angesehen.


Die US-Regierung nimmt das Thema Steuern sehr ernst und greift momentan stark durch, um Steuerhinterziehung, Online-Drogenhandel und andere illegale Aktivitäten einzudämmen.


Der IRS verlangt von den Steuerzahlern nicht nur, ihre Krypto-Buchhaltung für das letzte Steuerjahr einzureichen, sondern manchmal sogar für die vorangegangenen drei Jahre. Für so manchen bedeutet das jede Menge Buchhaltung.


Was, wenn ich keine Steuern zahlen möchte?


Drei kleine Buchstaben: KYC.


KYC steht für Know Your Customer. KYC-Regulierungen verlangen von Börsen und Wallet-Anbietern, Informationen über die Identitäten ihrer Nutzer zu sammeln. Das bedeutet, dass Regierungen, wenn sie den Verdacht haben, dass Investoren ihre Steuern nicht bezahlen, Börsen und Wallet-Plattformen zwingen können, Nutzerdaten zur Verfügung zu stellen


Anfangs wussten Regierungen und Strafverfolgungsbehörden nicht, was sie mit Kryptowährungen anfangen sollten. Inzwischen haben sie aber Blockchain-Analysetools, mit denen sie Steuersündern auf die Schliche kommen können.


Es gibt aber keinen Grund, sich mit dem Staat anzulegen. Mit ein wenig Organisation ist es heute einfacher denn je, seine Kryptosteuer-Angelegenheiten in Ordnung zu bringen.


Der einfachste Weg, die Krypto-Steuern zu verwalten.


Für Kryptowährungen die Steuern zu berechnen kann komplex sein. In einigen Ländern ist das Halten von Kryptowährungen für mehr als ein Jahr der effektivste Weg, Steuer-Bürokratie zu vermeiden. Für Einzelpersonen führt die Klassifizierung dieser Vermögenswerte als spekulativ dazu, dass der Handel mit Kryptowährungen, die weniger als ein Jahr gehalten werden, mit einer Einkommenssteuer besteuert wird. Das kann vermieden werden, indem Kryptowährungen über ein Jahr lang gehalten werden. In dem Fall ist jeglicher Gewinn (oder Verlust) nicht steuerpflichtig


Der wichtigste Schritt, um überhaupt Steuern anmelden zu können, ist sicherzustellen, dass du Aufzeichnungen über all deine Krypto-Transaktionen führst. Dazu empfehlen wir dir, deine Transaktionen zu verfolgen und nachzuvollziehen


Klingt anstrengend? Gute Nachrichten: Nuri ist der erste Bankdienstleister, der eine integrierte Lösung fürs Krypto-Steuer-Reporting direkt in der App anbietet. Mit Nuri kannst du eine individualisierte, gebrauchsfertige Steuererklärung für all deine Nuri-Transaktionen mit einem Klick herunterladen. 


Deutsche und Schweizer Steuerzahler erhalten länderspezifische Steuerberichte, die alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen. EWR-Bürger können einen allgemeinen Steuerbericht über das Nuri-Dashboard erstellen. Das Einreichen deiner Steuererklärungen für deine Kryptowährungsgeschäfte wird damit so einfach wie das Anhängen einer PDF-Datei an eine E-Mail.


Kryptowährung & Steuern: 4 Top-Tipps


1. Melde deine Kryptowährungsinvestitionen


Finanzbehörden auf der ganzen Welt wissen über Kryptowährungen Bescheid. Sie wollen sie besteuern und sie sind bereit, diejenigen ausfindig zu machen, die versuchen, Steuern zu vermeiden.


2. Verfolgen deine Krypto-Tradeaktivitäten


Eine detaillierte Aufstellung deiner Trades macht die Steuerberichterstattung einfacher. Das integrierte Kryptowährungs-Steuerreporting von Nuri erledigt das für dich.


3. Melde deine Krypto-Trades, auch wenn du Verluste gemacht hast


Kryptowährungen schwanken im Preis. Deine Verluste sind auch steuerlich relevant. Es ist wichtig, alle Aktivitäten zu melden, insbesondere bei komplexeren Portfolios.


4. Der richtige Umgang mit Airdrops und Hard Forks


Vielleicht bist du dir dessen gar nicht bewusst, aber Airdrops und Hard Forks könnten in deinem Land steuerpflichtige Ereignisse sein. Wenn du zum Beispiel einen Airdrop erhältst und der Betrag an die Höhe deines Vermögens gebunden ist, kann das als etwas angesehen werden, das als zusätzliches Einkommen gemeldet werden muss. Der beste Weg, um Krypto-Steuern in den Griff zu bekommen ist, sich über die Regeln und Vorschriften in deinem Land zu informieren, mit einem Berater zu sprechen oder spezielle Software zu verwenden, um diese Ereignisse zu melden.