Jahrzehntelang war der Black Friday ein amerikanisches Phänomen. Doch was als kulturelle Eigenart amerikanischer Einkäufer begann, hat sich zu einem der größten Exporte der Vereinigten Staaten entwickelt. Wie kam es also überhaupt dazu und was bedeutet das für die Menschen in Deutschland? 


Die Geschichte des Black Friday 


Über den Ursprung des Black Friday wird immer noch diskutiert. Alle Theorien beziehen sich jedoch auf drei zentrale Themen: Thanksgiving, Weihnachten und Shopping. 


Die erste Theorie besagt, dass der Black Friday zustande kam, weil sich so viele amerikanische Fabrikarbeiter:innen am Tag nach Thanksgiving krankmeldeten. Fabrikarbeiter:innen, die am nächsten Tag zur Arbeit erschienen, mussten schließlich für ihre verkaterten Kolleg:innen einspringen und in der wichtigen Vorweihnachtszeit das Arbeitstempo aufrechterhalten. 


Die zweite Theorie beruht auf dem Ergebnis einer sorgfältigen Koordinierung zwischen den amerikanischen Unternehmen und der Regierung. Thanksgiving fand eigentlich immer am letzten Donnerstag im November statt, bis Präsident Franklin D. Roosevelt 1939 den Feiertag offiziell um eine Woche vorverlegte. Roosevelt entschied sich dafür, weil Unternehmen davon ausgingen, dass dadurch das Weihnachtsgeschäft früher anlaufen und der Umsatz steigen würde. 


Black Friday in Deutschland 


Die Deutschen haben den Ruf, sehr sparsam zu sein und auf ihr Geld zu achten. Das hat allerdings nicht verhindert, dass der Black Friday in den letzten 15 Jahren in Deutschland immer beliebter wurde. Erstmals 2006 von Apple eingeführt (welch eine Überraschung), nehmen die Verkäufe am Black Friday bei den Einzelhändlern in Deutschland zu. 


Der Black Friday ist bei vielen Deutschen gut bekannt, obwohl Thanksgiving hierzulande gar nicht gefeiert wird. Millennials in Deutschland sind am ehesten bereit, für Black Friday-Angebote zu zahlen: Rund 61 % geben an, an diesem Tag einkaufen zu wollen. Die Generation Z liegt mit 58 % an zweiter Stelle. Allerdings nimmt die Bekanntheit von hier an stark ab: Nur 39 % der 45- bis 54-Jährigen in Deutschland kennen den Black Friday. 


Laut der Shopify BFCM Shopping Predictions Survey 2020 planen 65 % der deutschen Kunden, am Black Friday etwas zu kaufen. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass man bei Saturn oder Media Markt eine Schlägerei um Flachbildfernseher erleben wird, da rund 47 % der deutschen Käufer den Online-Kauf mit einem Besuch im Geschäft verbinden. 


Die Gewohnheiten der Deutschen führen auch weniger zum Kauf von Luxusgütern. Die Mehrheit der Menschen entscheidet sich für Elektronik und Alltagskleidung von normalen Marken. Der Wandel vom Einkaufen in den Geschäften Anfang Dezember hin zum Online-Shopping Ende November ist zudem eine Kombination aus dem Black-Friday-Effekt und der Pandemie. Der neue Lebensstil der Menschen bedeutet nämlich, dass die Anschaffung von Laptops für das Home-Office und zusätzlichen Haushaltsgeräten nicht mehr nur „nice-to-have“, sondern unverzichtbar ist. 


Clever einkaufen am Black Friday in Deutschland


Obwohl mehr als jeder zweite Deutsche am Black Friday einkaufen will, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass die Geschäfte gestürmt oder Impulskäufe getätigt werden. Tatsächlich nutzen viele Deutsche das Angebot, um für bestimmte Anlässe wie Weihnachten einzukaufen oder um Geld bei Waren zu sparen, die sie normalerweise zum vollen Preis kaufen. Aber egal, ob du dich selbst belohnen willst oder auf Schnäppchenjagd bist, es gibt ein paar Möglichkeiten, wie du am Black Friday clever einkaufen kannst: 



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  • Lass dich nicht von Rabatten täuschen: Du solltest dich dich über die Verkaufspreise informieren. Denn etwa die Hälfte der Angebote wurde bereits früher im Jahr zu niedrigeren Preisen angeboten. Der Rabatt könnte in Wirklichkeit ein höherer Preis sein!
  • Mit Nuri sicherer einkaufen: Kunden sind auf der Jagd nach günstigen Gelegenheiten, und damit auch Kriminelle. Mit der Karte von Nuri bist du online mit der 3D-Secure Technologie geschützt. Außerdem kannst du deine Karte jederzeit über die mobile App sperren und entsperren, egal ob zwischen den kontaktlosen Zahlungen im Laden oder bei kostenlosen Abhebungen an jedem Geldautomaten weltweit.
  • Plane voraus: Wenn du etwas Bestimmtes kaufen willst, informiere dich in Verbraucherberichten, ob das Produkt dem Hype gerecht wird. Erstelle dann eine Liste mit mehreren Händlern, die das Produkt führen. So kannst du prüfen, ob der Preis noch in letzter Minute gesenkt wird, und hast eine Alternative, wenn das Produkt im Laden ausverkauft ist.
  • Ob der Black Friday nun von unzufriedenen Arbeitnehmer:innen oder vom Weißen Haus ins Leben gerufen wurde, um die Menschen zum Kauf zu animieren – er ist ein jährliches Ereignis, das weltweit immer beliebter wird. Das bedeutet aber nicht, dass du dich an einem unnötigen Kaufrausch beteiligen musst. 

Der Black Friday kann eine gute Gelegenheit sein, um dringend benötigte Einkäufe zu tätigen und Geschenke für Freunde und Verwandte zu besorgen, bevor der finanzielle Druck des Weihnachtsfestes einsetzt. Aber auch wenn du etwas Geld für dich ausgeben willst, kannst du am Black Friday mehr für dein Geld bekommen.