Eine digitale Währung ist Geld, das in elektronischer Form existiert. Viele von uns stellen sich „Geld“ immer noch als Geldscheine und Münzen vor, aber das meiste Geld auf der Welt ist heute digital. Tatsächlich existieren nur 8 % des weltweiten Gelds in physischer Form.

Der Handel ist heutzutage überwiegend global. Die Menschen sind bei ihren Lebens- und Einkaufsentscheidungen nicht mehr auf die lokalen Möglichkeiten um sie herum angewiesen. Für Geschäftsleute ist es genauso wahrscheinlich, einen Geschäftspartner auf einem anderen Kontinent zu finden wie in der gleichen Stadt. Physisches Geld ist für die Bedürfnisse einer schnelllebigen digitalen Gesellschaft einfach überholt. Deshalb wird das physische Geld zunehmend in Richtung digitale Währung transformiert.


Man kann eine digitale Währung nicht in die Tasche stecken oder der Kassiererin in einem Geschäft in die Hand drücken. Um dies mit der physischen Form von Währungen wie Euro, Pfund oder Dollar zu tun, müsstest du erst zu einer Bank oder einem Geldautomaten gehen, um dein Geld abzuheben. Eine digitale Währung kann nur in digitaler Form genutzt und besessen werden. Das bedeutet, dass wir digitale Konten verwenden müssen, die mit einem Zahlungsnetzwerk verbunden sind, um digitale Währungen auszugeben oder mit ihnen zu handeln.


Das meiste elektronische Geld ist eine digitale Repräsentation des physischen Gelds, das jeden Tag auf der Welt verwendet wird. Jedes Mal, wenn du online bestellst oder deine Miete über Online-Banking bezahlst, verwendest du eine digitale Währung. Der größte Teil dieses digitalen Gelds wird von Institutionen wie nationalen Zentralbanken ausgegeben und verwaltet. Für elektronische Formen von Währungen, die von Regierungen ausgegeben werden (auch bekannt als Fiat-Währungen), werden Banken benötigt, um Transaktionen zu validieren. Die Banken tun das, indem sie überprüfen, dass Zahlungen getätigt werden und dass die in der Transaktion verwendete Währung nicht bereits für etwas anderes ausgegeben wurde.


Warum brauchen wir eine digitale Währung?


Eine digitale Währung hat viele Vorteile. Digitale Zahlungen machen Dinge einfacher und billiger. Produkte und Dienstleistungen können damit in verschiedenen Ländern mit einem Klick gekauft werden. Arbeiter können Geld an ihre Familien auf der anderen Seite der Welt schicken.


Viele Unternehmen für elektronisches Geld wurden in den frühen 1990er Jahren gegründet. Sie versuchten, die Digitalisierung des Geldsystems voranzutreiben. Das einzige Problem war, dass die Menschen damals nicht viel über das Internet oder wozu es fähig war wussten. So dauerte es einige Zeit, bis die Verbraucher erkannten, dass E-Commerce möglich und vertrauenswürdig war. Folglich gingen die meisten der ersten Unternehmen für digitale Zahlungen in Konkurs. Der Zahlungsverkehr mit digitalen Währungen kam erst mit PayPal richtig in Schwung. Dank PayPal wurde E-Commerce für Verbraucher und für Unternehmen auf einmal einfach. Und heute leben wir dank digitaler Währungen in einer Welt, in der man alles per Knopfdruck einkaufen kann.


Elektronisches Geld ist für das traditionelle Finanzsystem besonders nützlich, weil die üblichen Liquiditätsanforderungen für Banken nicht gelten. Normalerweise müssen Banken eine bestimmte Menge an physischem Geld vor Ort haben, aber für eine digitale Währung gibt es keine Einschränkungen. Das bedeutet, dass Banken Transaktionen und Zahlungen in Milliardenhöhe abwickeln können, ohne jemals mit physischem Bargeld hantieren zu müssen.


Nicht jede digitale Währung wird von Regierungen und Banken verwaltet. Digitales Geld ist zwar effizienter als physisches Geld, aber die neueste Evolution des Finanzwesens ist noch besser: Kryptowährungen. Klicke hier, um mehr über die Geschichte von Bitcoin zu erfahren.